Besuch der Alpinen Steinschafe – Biologie zum Anfassen
Ein ganz besonderer Schultag erwartete die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen: Vier Alpine Steinschafe kamen zu Besuch und verwandelten den Schulhof in einen kleinen Lernort mitten in der Natur.
Passend zum Lehrplan der 5. Klasse im Fach Biologie konnten die Kinder die Tiere aus nächster Nähe kennenlernen. Im Unterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Wiederkäuern, ihren Besonderheiten sowie der artgerechten Haltung von Nutztieren. Der Besuch der Steinschafe bot die ideale Gelegenheit, das theoretische Wissen durch direkte Begegnungen zu ergänzen. So erfuhren die Kinder viel über Futtermittel und den nachwachsenden Rohstoff Wolle. Diese kann sehr vielfältig genutzt werden. Von Lanolin über Kleidung bis zu Dünger. Ersteres konnten sie selbst erspüren, als sie geschorene Wolle in den Händen hielten.
Mit großem Interesse erfuhren die Kinder Wissenswertes über die Herkunft der Alpinen Steinschafe, ihre Lebensweise, ihre besonderen Anpassungen an das Leben im Gebirge sowie die Bedeutung alter, bedrohter Haustierrassen für den Natur- und Artenschutz.
Das absolute Highlight war jedoch der direkte Kontakt mit den Tieren. Mit großer Freude durften die Schülerinnen und Schüler die zutraulichen Schafe streicheln und aus der Hand füttern. Dabei konnten sie beobachten, wie unterschiedlich die Tiere auf Menschen reagieren, und lernten gleichzeitig, respektvoll und verantwortungsbewusst mit Lebewesen umzugehen.
Die Begeisterung war den Kindern anzusehen. Viele nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und die Tiere ganz genau zu beobachten. So wurde Biologie lebendig und mit allen Sinnen erfahrbar.
Der Besuch der Alpinen Steinschafe war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis und zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll außerschulische Lernangebote für einen anschaulichen und nachhaltigen Unterricht sein können. Zudem konnten in der Pause alle interessierten Schülerinnen und Schüler der KMK die Schafe besuchen und kennenlernen. So war der Andrang am Schafpferch sehr groß und viele Hände verteilten Heu und waren erstaunt, wie weich doch die Wolle der Tiere ist.
Manuela Danner
