Streitschlichter bilden Grundschüler zu „Anti-Streit-Checker“ aus
Ein faires Miteinander und Konflikte gewaltfrei lösen – das kann man gar nicht früh genug lernen. Unter diesem Motto machten sich unsere engagierten Streitschlichter und Streitschlichterinnen in den vergangenen Tagen auf den Weg an vier benachbarte Grundschulen – an die Fronberger, Ettmannsdorfer, Döpfer und Gerhardinger Grundschule. Im Gepäck hatten sie ein besonderes Programm, die Ausbildung zum offiziellen „Anti-Streit-Checker“.
In einer interaktiven Detektivausbildung zeigten unsere Realschüler und -schülerinnen den Grundschülern, wie man Streitigkeiten bereits im Keim erstickt und kritische Situationen clever entschärft.
Das Werkzeugkoffer-Training an den Stationen
An verschiedenen liebevoll gestalteten Stationen erarbeiteten die Kinder das nötige Handwerkszeug für eine friedliche Kommunikation. Dabei schlüpften sie in die Rolle von Detektiven, um geheime Werkzeuge zu erlernen, um Konflikten auf die Spur zu kommen und sie durch clevere Strategien zu entschärfen:
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- Das Eisbergmodell: Die Schüler lernten die Geheimsprache von Konflikten kennen – denn oft sieht man, wie bei einem Eisberg nur die sichtbaren Situationen an der Oberfläche, während die eigentlichen Gefühle und Bedürfnisse tief darunter verborgen liegen.
- Die Giraffensprache & Ich-Botschaften: Statt verletzender Vorwürfe (Wolfssprache) übten die Kinder, in der empathischen Giraffensprache zu sprechen und ihre eigenen Gefühle durch Ich-Botschaften verständlich auszudrücken.
- Die 4 Seiten einer Nachricht: Wie schnell entsteht ein Missverständnis? Die kleinen Detektive erforschten, dass jede Nachricht vier Ohren erreichen kann und man genau hinhören muss, was das Gegenüber eigentlich sagen möchte.
- Gutes vs. schlechtes Zuhören: Es ist wichtig nicht nur mit den Ohren zuzuhören, sondern dem Gegenüber mittels Körpersprache und Aufmerksamkeit zu zeigen, dass man seiner Erzählung lauscht, auch das durften sie ausprobieren.
- Das Eisbergmodell: Die Schüler lernten die Geheimsprache von Konflikten kennen – denn oft sieht man, wie bei einem Eisberg nur die sichtbaren Situationen an der Oberfläche, während die eigentlichen Gefühle und Bedürfnisse tief darunter verborgen liegen.
Nach dem erfolgreichen Durchlaufen aller Stationen hatten alle Grundschüler und -schülerinnen ihren persönlichen Detektivausweis, der sie offiziell als „Anti-Streit-Checker“ ausweist, mit Stempeln gefüllt, die sie bei jeder erfolgreich absolvierten Station erhalten hatten.
Ein ganz besonderer Detektivauftrag: Die Wand der guten Taten
Zum Abschluss des Projekts erhielten die frisch gebackenen Checker eine wichtige Mission für ihren Schulalltag: Jedes Kind sollte sich eine gute Tat überlegen, diese in die Praxis umsetzen und auf einem Zettel notieren. Diese gesammelten Werke schmücken nun als „Wand der guten Taten“ die jeweiligen Klassenzimmer und erinnern täglich daran, wie einfach es ist, anderen eine Freude zu machen.
Ein riesiges Dankeschön gilt unseren großartigen Streitschlichtern. Mit enormem Einfühlungsvermögen und großem Engagement haben sie gezeigt, wie gelebte Verantwortung an unserer Schule aussieht.
Doris Schwarz
